Die Krimi-Couch » AW: dpr Dunkelkammer (Seite 3)
| d.p.r. | AW: dpr Dunkelkammer | 11.09.2009, 21:32 Uhr |
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Ups, das mit dem Link ist in die Hose gegangen (wahrscheinlich steckt Jochen dahinter). Hier nochmal der Link zum Eingeben in den Browser: www.krimi-couch.de/ krimis/ dprs-krimilabor.html Und da unten rechts versuch ichs auch noch mal, hm, hm... bye dpr |
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| Frank | AW: dpr Dunkelkammer | 11.09.2009, 21:33 Uhr |
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@d.p.r Ich gestehe kaum auf die Startseite zu gehen...wer weiß wieviele andere auch nicht. Und wenn doch, dann einmal im Monat um die Neubesprechungen zu begutachte.Daher fände ich einen "deutlicheren" Hinweis praktisch. Aber - Danke für den Link. Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| toma | AW: dpr Dunkelkammer | 12.09.2009, 10:02 Uhr |
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Danke für den Link Ich habe auch nach dem "Eingang" gesucht und habe ihn nicht gefunden |
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| Jochen | AW: dpr Dunkelkammer | 12.09.2009, 15:23 Uhr |
Ja klar, du schnuffeliger Sherlock Holmes-Verschnitt aus dem Saarland, lass mich dein Moriarty sein Warte nur, wenn ich dich demnächst mit vorgehaltener Waffe zwinge, meinen handgeschriebenen "Feuchtblasse Leichengebiete"- Remix zu lesen. |
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| d.p.r. | AW: dpr Dunkelkammer | 12.09.2009, 15:41 Uhr |
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Ha! Ob uns Lars einen kleinen Betriebsausflug zu den Reichenbach-Fällen spendiert? Zwei fahren hin, nur einer kehrt zurück. Und zwar: dpr |
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| Federfrau | AW: dpr Dunkelkammer | 13.09.2009, 13:34 Uhr |
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...und schreibt eine neue kolumne über den perfekten mord...... ich wünsche mir eine kolumne über krimiautorinnen Altern ist nichts für Feiglinge (Mae West) |
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| d.p.r. | AW: dpr Dunkelkammer | 13.09.2009, 18:49 Uhr |
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Den Wunsch einer bezaubernden Frau konnte ich noch nie abschlagen... also Krimiautorinnen. Ist notiert. Vielleicht schon im November... bye dpr |
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| ingrida | AW: dpr Dunkelkammer | 13.09.2009, 20:07 Uhr |
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Ich möchte sehr gern auch weitere Kolumnen lesen, weil sie spannend sind wie ein Krimi. Der Humor übersteigt ja fast mein Fassungsvermögen: Fremdsprachige Hunde, die "Frolic"-süchtig o.Ä. werden. Warum spontane Reaktionen der LeserInnen noch fehlen, liegt evtl. an Deinem Wortschatz. Wer ist Primus Interpares bei Polizei-Krimis. Teamleiter, Erster unter Gleichen oder einfach nur der Lümmel aus der ersten Bank. Für meine Verhältnisse brauche ich einige Zeit, den Inhalt zu verinnerlichen. Aber bitte, mehr davon. LG Ingrida Auch die Kunst, mit Anstand an einer Diskussion teilzunehmen oder gar sie zu leiten, übten wir. Das Wort Streitkultur war noch nicht erfunden. Hanns Joachim Friedrichs, Journalistenleben |
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| Falcon | AW: dpr Dunkelkammer | 14.09.2009, 13:10 Uhr |
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lieber dpr danke für die Beantwortung der Fragen. Ich finde es toll, dass wir von deinem weitreichendem Erfahrungsschatz profitieren dürfen. Und andere Mitleser anscheinend auch. Zumindest haben sich doch eine gemeldet. Was ja auch der Zweck meiner kleinen Provokation war ( Weniger toll finde ich, dass Du bei uns Leichen entsorgen willst. Das ist ja "Güsseltourismus". Zurück zum Thema. Ich denke der Mechanismus des Verkaufs- und Verlagswesen wäre schon noch eine vertiefte Betrachtung wert. Wer sagt den eigentlich wasmassentauglich ist? Schreiben uns den die Verlage vor, was wir zu lesen haben? Oder wollen wir gar nichts anderes lesen? in diesem Sinne, ein froher Wochenstart |
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| d.p.r. | AW: dpr Dunkelkammer | 14.09.2009, 16:33 Uhr |
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Hallo Falcon, ich habe mich vor zwei Monaten mit der Herausgeberin der Ariadne Krimis, Elke Laudan unterhalten, und sie sagte u.a.: "Ich halte das hiesige Publikum für leichtgläubig, nicht für blöd." (das gesamte, ziemlich lange Interview: siehe Link) Was heißt das? Es heißt, dass viele LeserInnen in ihre Buchhandlung gehen, dort in die Krimiecke stürzen und annehmen, jetzt alle guten Krimis auf einem Haufen zu finden. Sie glauben der Marktschreierei ("Krimi des Monats", "empfohlen vom Bäcker Ihres Vertrauens", "Weltbestseller!!!") und geben sich mit dem Angebot zufrieden. Natürlich ist das, was in einer herkömmlichen Buchhandlung ausliegt, nur ein kleines Segment dessen, was tatsächlich veröffentlicht wird. Wer bestimmt nun, was da in der Buchhandlung rumliegt und was nicht? Zunächst einmal die Verlage mit dem, was sie anbieten. Dann die Buchhandlungen, mit dem, was sie übernehmen. Beide müssen Geld verdienen und stürzen sich auf Bücher, bei denen die Chance des Geldverdienens am größten ist. Also auf das, was sich schon immer gut verkauft hat. Das ist dann ein Teufelskreis. Hinzu kommen weitere Aspekte: Welche Verdienstmarge bietet der Verlag den Buchhandlungen an? Hier sind natürlich große Verlage im Vorteil resp. können große Buchhandelsketten Verlage "erpressen". Gib mir 45% - und ich nehm dich ins Angebot. Ganz wichtig auch: der Verkaufspreis. Ein kleiner Verlag kann da nicht mit den großen konkurrieren, die ja ganz andere Mengen umsetzen und so die Kosten pro Exemplar gering halten. Ein Buchhändler weiß aber z.B., dass der Kunde nicht zugreift, wenn er für 300 Seiten plötzlich 13 Euro zahlen soll, wenn er bei einem großen Verlag 300 Seiten für schlappe 7,95 bekommen kann. Jeder geht den Weg des geringsten Risikos. Das Schreckliche an dieser Situation: Man kann sie nachvollziehen. Verlage und Buchhandlungen müssen Geld verdienen. Lesern kann man nicht zumuten, stundenlang zu recherchieren, was es noch so alles an Krimis abseits des Mainstream gibt. Wenn du z.B. mit Leuten aus Verlagen sprichst, bedauern die, dass es so ist. Aber sie können / wollen nichts ändern. Wenn man mit Lesern spricht, ist es ähnlich. Häufig wird beklagt, dass immer nur der gleiche Einheitsbrei angeboten wird. Ich glaube nicht, dass Verlage Leser für dumm verkaufen wollen. Sie haben einfach Schiss, auf etwas anspruchsvollerer Ware sitzenzubleiben. Eine Lektorin sagte mir neulich: Wenn ich deinen Text annehme, verkaufe wir maximal 4.000 Stück davon. Das wäre ein Reinfall. - Wenn mein jetziger, kleiner Verlag 4.000 Stück absetzen kann, wird er wahrscheinlich drei Tage lang feiern... Was können wir tun? Ganz einfach: Überrascht die Verlage. Kauft mehr von den Kleinen, auch wenns den einen oder anderen Euro mehr kosten sollte. Genau hier muss der Kritiker ansetzen, indem er dem Leser verstärkt Bücher empfiehlt, die dieser NICHT in der herkömmlichen Buchhandlung findet oder für die lautstark geworben wird. Deshalb finde ich es auch schön, dass diesen Monat so viele "kleine Verlage" auf der Krimicouch präsent sind. Gerade hier, wo sich unterschiedliche Geschmäcker treffen, kann dieser Teufelskreis durchbrochen werden. Denn wenn IHR plötzlich Bücher kauft, die bei Großverlagen keine Chance haben, könnt ihr den Leuten dort signalisieren: Wir möchten nicht nur immer den ewig gleichen Einheitsbrei löffeln. Ich bin fest davon überzeugt, dass man als Kritiker die Pflicht hat, Leser auf Entdeckungsreisen mitzunehmen. In Welten, die etwas abseits liegen, aber faszinierend sind. So, jetzt hör ich aber auf... Das ist ja schon fast ne Extrakolumne geworden... bye dpr |
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