Leserunden » AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" (Seite 2)
| ingrida | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 17:48 Uhr |
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Ich bin sicher, hier ist die romantische Verlobungsfeier gemeint.
Auch die Kunst, mit Anstand an einer Diskussion teilzunehmen oder gar sie zu leiten, übten wir. Das Wort Streitkultur war noch nicht erfunden. Hanns Joachim Friedrichs, Journalistenleben |
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| Bio-Fan | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 18:04 Uhr |
Ich bin sicher, hier ist die romantische Verlobungsfeier gemeint. Naja, die Verlobung war ja mehr ländlich - gesittet. Die allgegegenwärtige düstere Atmosphäre kommt gut rüber. Am besten fand ich die Szenen vor und während der Christmette. Pfarrers Predigt war sehr unheilschwanger, ebenso wie das missgestaltete Kalb. . |
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| toma | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 18:19 Uhr |
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Mich hat die Schilderung von Greiders Erkundung der Umgebung sehr beeindruckt. Ich sehe die Häuser und Winkel des Dorfes direkt vor mir, als könnte ich dem Maler beim Skizzieren über die Schulter sehen. Die Sprache erinnert mich stark an Ludwig Ganghofer... einen Autor, den ich sehr mag .. allerdings ist sie sehr viel "deftiger" und lässt schon ahnen, dass hier bald etwas Unheimlichliches passieren wird |
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| Federfrau | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 19:50 Uhr |
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mir gefällt die sprache auch besonders gut, in einigen szenen fühlt man sich mittendrin, obwohl nichts besonderes geschieht. mir ist da die szene ab seite 41 im sinn, in der der spielende kleine junge immer näher kommt, schließlich gezeichnet wird. Altern ist nichts für Feiglinge (Mae West) |
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| ingrida | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 19:53 Uhr |
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Ja, die Sprache und manche Wortschöpfungen sind dem Zeitalter so gegenwärtig - 19. Jahrhundert. Ich war da übrigens noch nicht auf der Welt. Das beeindruckt mich. Meine erste Frage würde sein: Wie komme ich zu diesem Schreibstil?
Auch die Kunst, mit Anstand an einer Diskussion teilzunehmen oder gar sie zu leiten, übten wir. Das Wort Streitkultur war noch nicht erfunden. Hanns Joachim Friedrichs, Journalistenleben |
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| krim-i-hilde | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 20:12 Uhr |
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Mir hat es auch von der ersten Seite an die Sprache angetan. Schon die kurze Eingangsszene mit den Kätzchen (die ich, jetzt kann ich's ja zugeben, schon vor ca. 2 Wochen gelesen habe Obwohl ich andererseits nicht behaupten kann, den ersten Abschnitt "verschlungen" zu haben. Ich habe eher lange gebraucht, weil ich jede Seite geniessen wollte. Deshalb habe ich so manchen Satz oder Abschnitt zweimal gelesen, mir sozusagen nochmal auf der Zunge zergehen lassen. Richtig schön geschrieben ist dieses Buch. Angefangen bei Wortwahl und Satzbau, die in den erzählenden Teilen einen starken Kontrast setzen zu der eher einsilbigen, kurzen, direkten, aber doch ebenso vielsagenden Ausdrucksweise der Menschen bis hin zu so manchen tollen Formulierungen und der Atmosphäre, die durch den Schreibstil geschaffen wird . |
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| ingrida | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 20:54 Uhr |
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Bis jetzt sind wir schön nach Bios Zeitplanung beim Verallgemeinern, dann geht es morgen richtig zur Sache? Allgemeine Frage, die 2.: Warum haben nur wenige Personen einen Namen? Wie z.B. bei 6 Brüdern der Vollbärtige?
Auch die Kunst, mit Anstand an einer Diskussion teilzunehmen oder gar sie zu leiten, übten wir. Das Wort Streitkultur war noch nicht erfunden. Hanns Joachim Friedrichs, Journalistenleben |
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| Federfrau | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 21:10 Uhr |
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ingrida, meist geht es ja schon am vortag so langsam mit der debatte los.... mich hat das sehr beeindruckt, diese etwas altertümliche atmosphäre durch sprache und wortwahl so deutlich zu machen. wer benutzt heute schon noch worte wie gewand oder wittib? und die beschreibung des hereinbrechenden winters - " doch diesem fahlen dunst war es jetzt selbst zu ungastlich geworden, und an seiner statt bleichte in den frühen stunden des tages ein pelziger raureif die welt." ingrida, ich denke die brüder sind eben die buben vom brenner bauern - vorläufig jedenfalls eine nach außen undurchdringliche einheit. genauso namenlos bleiben der händler und seine frau, der wirt....tatsächlich haben nur luzi und ihre mutter einen namen. Altern ist nichts für Feiglinge (Mae West) |
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| toma | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 21:17 Uhr |
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Meine SchwieMu ist 91 und lebt in einem bayerischen Dorf. Da heisst die Nachbarin "die HuberKathi" .. genau SO ausgesprochen .. und ihre Söhne sind tatsächlich "die Huberbuam" .. und es heisst nicht "GEwand", sondern "G´wand" Vielleicht gefällt mir deshalb die Sprache des Buches so sehr, weil mir soviel daran bekannt vorkommt |
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| krim-i-hilde | AW: Leserunde 10/VIII: "Das finstere Tal" | 03.11.2010, 21:51 Uhr |
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Ja, das kenne ich auch. Meine Mu ( |
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