Leserunden » AW: Leserunde 11/III: Todesbrut von Klaus-Peter Wolf (Seite 23)
| klaus-peter wolf | AW: Leserunde 11/III: Todesbrut von Klaus-Peter Wolf | 21.06.2011, 23:39 Uhr |
|---|---|---|
| Liebe Ingrida, die Kotzbrocken werden nicht gefragt. Ich frage nur meine Freunde, denn die will ich nicht verlieren...Herzlich Klaus-Peter Wolf | ||
| ginger2809 | AW: Leserunde 11/III: Todesbrut von Klaus-Peter Wolf | 23.06.2011, 09:15 Uhr |
|
So, was länge währt…. Ich möchte auch gerne noch mein Abschlussplädoyer halten Tut mir leid, hat etwas länger gedauert, aber ich kam nicht dazu und wollte in Ruhe schreiben Einen Teil kann ich fast von meinem ersten Eindruck übernehmen, denn die Einstellung hat sich bei mir das Buch durch überhaupt nicht verändert.. „Ich mag den Stil von Klaus-Peter total gerne lesen. Es ist immer abwechslungsreich und wird nicht langweilig. Besonders gefällt mir hier ja, dass in recht kurzen Abständen zu den verschiedenen Personen und Handlungssträngen „gesprungen“ wird. Dadurch wird das Buch in meinen Augen besonders interessant und abwechslungsreich. Es wird auch nichts unübersichtlich und man kann der Geschichte gut folgen.“ Das unterschreibe ich weiterhin und stehe dazu. Vom Stil her war das Buch genau das Richtige für mich und hat mir sehr gut gefallen! Ich war berührt, geschockt, hab mitgefühlt und hätte manchmal die Personen am liebsten geschüttelt (z.B. Margit Rose). Völlig ohne Verständnis war ich für Kai Rose, der sich das ganze Buch über als Übervater aufspielt und seine Frau fertig macht und dann – wenn es ums Leben geht – kneift und seinem Sohn sich selbst überlässt. Eindeutig eine Hassfigur in diesem Buch (für mich). Charlie kann ich bis zum Schluss eigentlich nicht richtig einordnen. Für mich ist er irgendwie ein kleiner Wichtigtuer, der vor den Mädels toll dastehen will, aber am Ende doch einer der größten Feiglinge ist und durchknallt. Ubbo Jansen (jetzt hätte ich fast Heide geschrieben ) hat im Laufe des Buches angefangen, meinen Respekt zu gewinnen. Steht er am Anfang nur für seine Farm ein und nichts interessiert ihn, so durchläuft er eine Wandlung (okay, zugegeben, manchmal sehr ruckartig, plötzlich und extrem) und steht endlich auch zu seinem Sohn… Die Sympathien dieser Gruppe für Personen scheinen ja gleich zu liegen Natürlich überzeugen Bettina Göschl und Benjo als hilfsbereite, vernünftige Menschen, die man einfach mögen muss! Die beiden sind die besten Beispiele für Menschen, die ich mir wünschen würde, sollte es tatsächlich zu bedrohlichen Situationen kommen. Die einen kühlen Kopf bewahren (trotz aller Angst, die sie natürlich auch haben) und ihre Menschlichkeit bewahren! (Bettina im Supermarkt, wie sie mit ihrem schlechten Gewissen kämpft) Ich fand das Buch durchweg schlüssig geschrieben und absolut nachvollziehbar. Ein klein bisschen überzogen kam mir die Szene vor, in der die Bürgermeisterin das Geld für den Impfstoff ausfliegt. Eigentlich war klar, dass sie vera….wird, aber irgendwie zeigt die Situation auch sehr deutlich, dass sich die Menschen an jeden kleinen Strohhalm klammern und hoffen! Spannung, Emotionen, Kopfkino, aber auch Schmunzeln kamen in diesem Buch nicht zu kurz. Mir war eigentlich keine Stelle wirklich zu langatmig und habe das Buch total genossen! Mit dem Hintergedanken an EHEC hat sich das Buch noch ganz anders gelesen, als es sonst vielleicht der Fall gewesen wäre. Die Bedrohung wurde nicht nur Science-Fiction mäßig dargestellt, sondern wurde gerade zu der Zeit greifbar. Da habe ich das Buch irgendwie gleich anders wahrgenommen und auch viel meine Person betreffend hinterfragt. Was wäre wenn,.. könnte ich, würde ich… Und was ich mir wünschen würde. Antworten habe ich keine bekommen, aber ich hoffe, die werde ich auch nie brauchen! Und ich glaube, ich will gar nicht wissen, wie viele der guten Freunde dann welche Wandlung erleben würden. Womöglich sogar ein Charlie werden.. Oh nein Jetzt habe ich viel zu viel geschrieben, aber auch zu wenig. Könnte noch weitermachen, aber ich glaube, mein Eindruck kommt ganz gut rüber Wenn Fragen sind oder ihr an mancher Stelle anderer Meinung seid, dann her damit Das würde die Gruppe noch ein paar Tage am Leben erhalten Für mich war es eins meiner Highlights in diesem Jahr und ein fester Platz in meinem Regal ist ihm sicher! Lieber Klaus-Peter, vielen Dank für diesen Thriller und die Gänsehautatmosphäre mit Augenzwinkern! Ich bin ein Fan von Dir und das bleibe ich auch |
||
| ginger2809 | AW: Leserunde 11/III: Todesbrut von Klaus-Peter Wolf | 23.06.2011, 09:16 Uhr |
|
||
| ginger2809 | AW: Leserunde 11/III: Todesbrut von Klaus-Peter Wolf | 23.06.2011, 09:19 Uhr |
|
@Bio Vielen, vielen Dank für die Orga dieser Leserunde! Es hat mir sehr viel Spass gemacht, mit Euch zu lesen und zu diskutieren! Das wollte ich noch loswerden, bevor sich die Runde ganz auflöst. Aber vielleicht kommen ja noch ein paar Beiträge @Klaus-Peter Dir auch vielen Dank! Dass Du Dich hier den Interpretationen, Vermutungen,Fragen und allem was da dran hing gestellt hast! Es liest sich doch anders, wenn man sich während des Buches fragt "Wie kommt er jetzt auf..." und dann auch eine Antwort kommt |
||
| ginger2809 | AW: Leserunde 11/III: Todesbrut von Klaus-Peter Wolf | 23.06.2011, 09:27 Uhr |
|
Ach ja..das Ende vom Buch... Sorry, ein Mal muss ich noch Was das direkte Ende von Todesbrut angeht... Die letzten Seiten (eigentlich "nur" die letzten drei) fand ich noch einmal sehr gelungen.. Klar ist es kein völlig klarer Schnitt und das absolute Happy-End, aber ich glaube, dass ich nach so einem Thriller mit dieser Thematik auch gar nicht möglich. Es kann nicht soviel Angst, Krankheit, Schrecken,... verbreitet sein und dann ist alles gut. Aber das Ende ist in meinen Augen die pure Hoffnung! Die Menschen, die so Angst hatten (und inzwischen nicht nur vor dem Virus, sondern auch vor Mitmenschen) haben endlich Hoffnung ("Heißt das, wir haben gewonnen?"...fassungslos, dass sich was tut, so kommt mir das vor) Ungläubig stehen sie vor der offenen Brücke und haben Hoffnung! Aber es wird auch deutlich, dass diese Katastrophe überall Spuren hinterlässt und teilweise tiefe Krater ("Aber meine Mutter macht niemand mehr lebendig.") Bettina fragt sich, ob alles wieder werden kann wie es war (für Menschen, Kinder, die Stadt...) Nein, sicher nicht, aber sie können hoffen! Und ich weiss ziemlich sicher, dass Viola und Dennis auch eine Zukunft haben |
||


neue Kommentare:
» mehr Lesermeinungen