Leserunden » AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier (Seite 20)
| Sunniva1 | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 22.10.2011, 18:18 Uhr |
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| Danke, Monika Geier! | ||
| Sabsi | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 22.10.2011, 20:26 Uhr |
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Da ich letzte Woche eine unerwartete Spätschicht schieben mußte, habe ich das Buch auch schon früher zu ende gelesen. Daher hab ich mich die Woche aus den Diskussionen rausgehalten. Das Ende war unerwartet. Über gefallen und nicht gefallen kann man streiten, ich finde das ist Geschmackssache. Das mit der Tochter der Berthani fand ich ein wenig überzogen. Das Ende ist aber meiner Meinung wie im richtigen Leben. Die Bösen kommen davon und die Unschuldigen müssen mit den Folgen ein Leben lang zurechtkommen. Vielen Dank für dieses interessante Buch ! |
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| Federfrau | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 22.10.2011, 20:32 Uhr |
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monika - du bist nicht zufällig ein fan von Fred Vargas? die kurzfassungen deiner krimis lasen sich so.... vor allem das mit den ausgebuddelten knochen ließ so einiges bei mir klingeln.... da sich die leserunde ihrem ende zuzuneigen scheint: ich habe eine tolle neu-entdeckung gemacht und bin froh, dass ich mitgemacht habe. schade nur, dass keiner dabei war, dem das buch so gar nicht gefallen hat - das belebt immer deutlich die debatte danke monika, für die begleitung und die erhellenden hinweise - vielleicht treffen wir uns hier mal wieder! Altern ist nichts für Feiglinge (Mae West) |
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| adele40 | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 23.10.2011, 09:41 Uhr |
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Konnte leider aus Zeitgründen das Buch noch nicht zu Ende lesen, kann also zum Schluss noch nichts sagen....... Nur soviel: Teilweise haben mir die Dialoge bzw.Gespräche zw. den männlichen Protagonisten nicht gefallen...... Oder warum wundert sich Richard, daß die Küche bei Frau Zangerle leer ist, als er durch das Fenster sieht? Wenn ich nicht da bin oder mich in anderen Zimmern aufhalte, ist meine Küche auch leer........ Ansonsten gefällt mir das Buch sehr gut. Es stört mich auch überhaupt nicht, daß ich als Leserin ja genau weiß, wer der Mörder ist. Beängstigend finde ich, was man alles mit dem PC und per Internet anstellen kann. Vor derartigen Manipulationen ist höchstwahrscheinlich so gut wie keiner geschützt. Hab deswegen die ganze Woche meinen PC nicht benutzt!! Nee, Quatsch Fürchte dich nicht vor der Veränderung, eher vor dem Stillstand - Laotse |
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| Janko | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 24.10.2011, 15:30 Uhr |
...Hab deswegen die ganze Woche meinen PC nicht benutzt!! Nee, Quatsch Und wir haben ihn alle mitbenutzt! Es gibt Dinge, die ich getan habe, auf die ich nicht stolz bin und die, auf die ich stolz bin, sind widerlich! (Moe Szyslak) |
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| Stefan83 | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 24.10.2011, 18:14 Uhr |
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Ich bedanke mich auch für Monikas Teilnahme und Ihre aufschlußreichen Kommentare hier in der Leserunde. Da ich bereits während der Messe das Buch in einem Happs verschlungen habe, habe ich mich aus den weitergehenden Diskussionen rausgehalten und stillschweigend mitgelesen. Ich wär ohnehin zu enthusiastisch gewesen, denn mir hat "Müllers Morde" wirklich sehr gut gefallen. Kommende Titel von Monika werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder den Weg in mein berstendes Bücherregal finden.
"Wenn ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich mir Bücher. Wenn etwas übrig bleibt, kaufe ich mir Essen und Kleidung." - Erasmus von Rotterdam |
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| Bio-Fan | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 25.10.2011, 08:35 Uhr |
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Liebe Monika, wie ich den Laden hier so kenne, Liebe Grüße vom Bio-Jürgen . |
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| -MG- | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 25.10.2011, 11:14 Uhr |
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Ihr Lieben, das ist die Crux an meinem Beruf: Einerseits wünscht man sich Massen begeisterter Leser und Leserinnen, die das neue Buch unheimlich toll finden, andererseits ist es überhaupt nicht gut, allen zu gefallen. „Gefällig“ ist in der Malerei ein übles Schimpfwort und bedeutet soviel wie: Geh doch an den Tegernsee und mal dort für Touristen. Es kommt sehr darauf an, wem man gefällt. Und damit wären wir bei euch. Es war spannend, euch beim Lesen zu begleiten. Ihr wart freundlich, interessiert und kritisch. Ihr habt intelligent argumentiert und wart zuweilen richtig witzig. Und ihr habt euch nicht gescheut, ehrlich zu sein. Es hat sich gelohnt, eure Meinungen zu erfahren. Danke für die Kritik und danke für die vielen positiven Meinungen. Ich nehme sie gern entgegen und bin stolz darauf, denn ich habe euch kennen gelernt und festgestellt: Euer Urteil ist wertvoll. Danke für euer Interesse an Müllers Morden. http://www.youtube.com/watch?v=toRoitOZnFU |
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| -MG- | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 25.10.2011, 11:40 Uhr |
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Achsoja: Da ich in der Gruppe ein gewisses Interesse am Thema Saarland gespürt habe, möchte ich hiermit noch auf ein weniger beachtetes Werk von mir hinweisen, das mein Verhältnis zur saarländischen Verwandtschaft behandelt. Die Geschichte heißt „Almosen“. Gedruckt wurde sie in der Antho „Mörderischer Westen“ des ansonsten Saarland-unkritischen bookspot Verlags …
http://www.youtube.com/watch?v=toRoitOZnFU |
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| Summerherekid | AW: Leserunde 11/V: Müllers Morde von Monika Geier | 25.10.2011, 12:18 Uhr |
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Auch ich habe nun - gestern nacht - das Buch beendet und ich kann nur bestätigen, was ich weiter vorne schonmal angedeutet habe: Ein ganz ausserordentlicher Roman, schon lange hat mir kein Krimi mehr ein solches Vergnügen bereitet. Vielen Dank an Monika und an wen auch immer, der dieses Buch für die Leserunde vorgeschlagen hat. Ein imho ziemlich komplexer aber trotzdem sehr durchdachter Plot, scharf gezeichnete und v.a. originelle Charaktere, eine gute Schreibe, Spannung und eine nicht zu knappe Prise Humor - das sind die Zutaten, mit denen Monika Geier einen neuen Fan gewonnen hat. Denn auch ich werde mir bestimmt weitere Bücher von ihr holen. Weiter vorne wurde ja mal kurz die Frage angeschnitten, was denn typisch deutsche Krimis ausmacht. Ohne die Diskussion nochmal aufleben zu lassen, ist das für mich oft eine gewisse Bodenständigkeit und Realitätsnähe. Was nicht mit Langeweile gleichzusetzen ist. Nein, deutsche Krimis (und ich bin mir dem "Über-den-Kamm-scheren" bewusst) kommen meist ohne die ganz großen Schockeffekte aus, die ich mir eben teilweise schon satt gelesen habe. Ich brauch halt nicht ständig wahnsinnige Serienmörder (auch wenn Müller gerne einer wär), die ihre Opfer zerstückeln und verspeisen oder Leichen kunstvoll inszenieren, ich brauche auch nicht jedesmal die ganz große Verschwörung und den (Beinah-)Untergang der Welt. Es scheint mir, dass wenn man auf diese Schockeffekte verzichtet, der Fokus viel mehr auf einen durchdachten Plot, ein originelles Thema und ebensolche Charaktere gelegt wird. Genau das zeigt sich am Beispiel "Müllers Morde". Illegaler Handel mit Verschmutzungszertifikaten kam mir bisher nicht vor und ich fand es höchst interessant. Ebenso begeistert war ich von klasse Typen wie dem ambivalenten Peter oder dem ebenso cleveren wie ungeschickten Bösewicht Müller. Das Ende finde ich höchst gelungen. Dass es teilweise Enttäuschung hervorruft, ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass man in Krimis meistens eine klare Auflösung und ein Happy-end serviert bekommt. Hier jedoch bleiben einige Fragen offen, Fragen allerdings, die nicht frustrieren, weil sie unbeantwortet bleiben, sondern eher Spaß machen, weil man sich auch noch nachdem man das Buch weggelegt hat, mit ihnen beschäftigt. Wohin geht die Reise von Müller? Welche Schandtat plant er als nächstes? Wo sind seine Grenzen? Wer ist der "Chef"? Ein Politiker aus Brüssel? Jemand, den man an der Stimme erkennt? Ein geradzu genialer Kniff, wie ich finde, denn das bereitet den Nährboden für unendliche und höchst vergnügliche Spekulationen. Andererseits: Vielleicht will man auch gar nicht wissen, welche Untiefen sich da noch verbergen. Für Richard und Peter ist die Geschichte gerade nochmal gut ausgegangen. Müllers Geschichte geht weiter. Sie muss weitergehen, denn so jemand hört nicht einfach auf. Letztendlich waren es viele kleine Details, die das Lesen zum Vergnügen gemacht haben. Von Anspielungen auf alberne Kurse und den Bio-Wahn bis zum Atomkraft Nein danke-Button - zuviel um sie alle aufzuzählen. Ich denke nur, Monika wird sich selbst manchmal einen Ast gelacht haben vor Freude über Sätze wie "...wenn die Vertraute des Opfers nicht zur Verabredung mit dem Detektiv kam, dann war etwas im Busch" (S. 206 als Richard im Zoo nach Natascha sucht, die bereits tot im Busch liegt) oder "Und weil ich den nicht finden kann, dachte ich an Sie" (S. 284 Berthani, die einen frustrierten ITler bei der ENERGIE als Täter vermutet, im Gespräch mit Müller). Um also viele Worte nochmal kurz zusammenzufassen: Ein großes Lesevergnügen. Danke. |
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