Leserunden » AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge (Seite 8)

 
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Federfrau AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 02.02.2012, 09:09 Uhr
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hat niemand mehr was zu sagen?

mir hat das buch insgesamt gut gefallen- am ende war es dann so spannend, dass ich einer alten unsitte verfallen bin, ganz schnell über die seite zu lesen, um nur zu erfahren, wie es wohl ausgeht....und durfte den schluss dann zweimal lesen.

was ich bei einem leserunden buch immer schade finde ist, wie hier, wenn sich alle so ziemlich einig sind, keine besonderen fragen auftauchen, keiner das buch saublöd findet.
ich mag es, wenn ein bisschen mehr "los" ist. sollten wir bei der wahl des nächsten buches berücksichtigen - fragt sich nur, ob wir uns dann auf etwas einigen können.

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Altern ist nichts für Feiglinge (Mae West)

tschwantzer AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 02.02.2012, 10:45 Uhr
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Das Problem ist, wie Du sagst, sich dann auf ein Buch zu einigen. Wenn man vorher weiss, dass man das Buch saublöd finden wird, würde man wohl auch nicht teilnehmen, oder? In der Leserunde zu "Kleine Biester" hatten wir lebhafte Diskussionen erwartet, doch blieben diese aus.
Hat dieses Mal auf jeden Fall wieder Spaß gemacht, dabei zu sein und ich freue mich schon auf die nächste Runde!!!

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"Nothing right in the left brain, nothing left in the right brain "

Ahotep AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 02.02.2012, 14:04 Uhr
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Hm, ich kann zum letzten Abschnitt nicht viel mehr sagen als zum 3. und zum Buch allgemein auch nicht:
Ich fand die erste Hälfte erzähltechnisch wirklich gut!
Ich mochte den "Rätselfaktor", ich mochte die vielen kleinen Kniffe, wie z.B. Steiger Kopfschmerzen zu verpassen - und im kapitel vorher dem bis dato unbekannten Täter, oder den Halbbruder einzuführen oder Battos Vorliebe für Autos zu erwähnen und dann die mehrerern des Täters usw.
Mir gefiel auch wie das schwierige Vater-Sohn-Verhältnis als roter Faden genutzt wurde...ein bisschen Zusammenhang gefällt mir besser als zwei unzusammenhängende Geschichten, von denen man nicht so recht weiß, was man damit anfangen soll...also meistens legt darin der Autor ja die Motive des Täters dar, aber oft passt das einfach nicht so richtig, es wirkt erzwungen hineingeschrieben...das war hier nicht so.
Mir hat auch Anfangs ganz gut gefallen, dass mit typischen Szenen kokettiert wurde - ob mit Absicht oder zufällig, weiß ich nicht.

Aber ab der Mitte wurde es immer klischeehafter und damit für mich deutlich uninteressanter...Alleingang, Fast-Rettung und dann furioses Finale in letzter Minute...ich weiß nicht, wie oft ich das schon gelesen habe...
Klar, die Nummer zieht, es ist schon spannend...aber nichts Besonderes mehr!
Da hat auch nichts mehr genützt, dass Max überlebt hat...

Das Brüderpaar war mir persönlich zu heftig, was nichts mit dem Buch zu tun hat, sondern einfach mit meinem Geschmack. Für mich war es auch schlimmer, dass diese schlimmen Dinge nur angedeutet wurden, auch wenn ich gleichzeitig gestehe, hätten da irgendwelche brutalen Details gestanden, hätte ich das Buch nicht mehr weitergelesen.
Grundsätzlich bewundere ich ja, wenn ein Autor bei mir Emotionen, auch Angst oder Widerwillen, auslösen kann - nur ist Angst kein positives Gefühl, deshalb kommt es auch einmal vor, dass ich Bücher, die zwar spannend und gut sind, trotzdem abbreche...

Ich fand es ziemlich traurig, dass Yamaegos (hab das buch grade nicht zur Hand, hieß er so?) Schicksal mehr oder weniger mit einem Achselzucken abgetan wurde...sicher, das macht es noch tragischer und ist wohl auch realistisch, wie soll man sonst mit solchen Situationen umgehen?
Und ein Happy End, in welchem er wieder gesund wird, hätte ich wahrscheinlich auch wieder als zu typisch und realitätsfern kritisiert...aber ein Achselzucken fand ich schon sehr "hart".
Wenigstens Steiger hätte doch ein bisschen verloren an die Wand starren können (Weinen ist ja nicht so seine Art*zwinkert* )

da war mir zu wenig Emotion - und an anderer Stelle wieder zu viel, wie oft hat Batto erwähnt, dass Steiger sein Freund ist???

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I would rather go blind, boy, than to see you walk away from me...- Etta Jones

d.p.r. AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 02.02.2012, 14:48 Uhr
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Okay, für die nächste Runde stelle ich mich als Advocatus diaboli zur Verfügung:D Ich finde immer ein Haar in der Suppe, aber beim Norbert hätt ich schon lange suchen müssen...

Mord(s)kalender
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Federfrau AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 03.02.2012, 15:56 Uhr
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dpr - das ist doch ein super angebot!

ahotep - was yamaego angeht, stimme ich dir insofern zu, als jedes andere ende völlig unglaubwürdig wäre. seine ( und die anderer verurteilter ) unschuld ist offenkundig - was sonst kann steiger tun?

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Altern ist nichts für Feiglinge (Mae West)

Snoopy85 AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 06.02.2012, 16:35 Uhr
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Mir hat das Buch im ganzen auch gut gefallen, obwohl mir es manchmal ein Bisschen langatmig vor kam, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich gerne Bücher lese, wo man denkt der Täter steht einem selbst im Nacken. Fand es auch sehr spannend mal ein Bisschen mehr über die Polizeiarbeit zu erfahren quasi über die Dinge im Hintergrund.

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Norbert Horst AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 06.02.2012, 23:09 Uhr
Liebe Leserunde,
etwas spät noch ein Statement von mir.
Es war sehr spannend, euch beim Lesen zuzuhören und ich habe sehr viel gelernt über Leser, vor allem über Krimileser.
Eure Ideen und Überlegungen fand ich beeindruckend und teilweise sehr weit gehend, auch wenn ich bei einigen Gedanken was anderes im Kopf hatte.
In der Tat waren die beiden Brüder die erste Idee, die für den Roman existierte. Ich hatte irgendwann mal eine Biografie gelesen, in der der Autor eine solch extreme Ungleichbehandlung durch den Vater schilderte. Außerdem weiß ich aus Gesprächen mit Therapeuten, dass solche Dinge öfter vorkommen. Die zweite Idee war die Frage, wie man als Ermittler tatsächlich damit umgeht, dass eine absolut eindeutige Spurenlage leise erschüttert wird, obwohl das eigentlich nicht möglich ist.
Die psychische Konstellation der Brüder zu konzipieren war natürlich auch beim Schreiben sehr spannend. Dem psychologischen Gefüge meiner Figuren schenke ich ohnehin sehr viel Aufmerksamkeit, wobei es ein großer Vorteil ist, dass meine Frau als Familientherapeutin vom Fach ist. Dadurch bin ich nicht nur in der Lage, das stets fundiert zu reflektieren, sondern auch durch Interventionen wie etwa Systemsaufstellungen die Beziehungen des Figurenensembles untereinander überprüfen zu können, was sehr hilfreich ist. Wie das dann erzählt oder nicht erzählt wird, ist natürlich noch eine andere Frage.
Noch ein Wort zur Serientätergeschichte. Es ist eine geworden, obwohl dieses Thema eigentlich zu Ende erzählt ist. Aber wenn man sich mal mit der Entwicklungsgeschichte von Sexualmördern befasst hat, ist es bei dieser Konstellation einfach logischer, dass es über die Jahre mehrere Opfer gab.
Wichtig war mir auch, dass am Ende noch ein paar Fragen bleiben, das ist es mir immer, weil ich das einfach spannender finde und nicht so langweilig, als wenn alle Dinge klar sind und nicht unterschiedlich interpretiert werden können.
Es gäbe noch sehr viel, wozu ich Stellung nehmen könnte, vor allen zu literarischen Fragen, aber dann würde der Beitrag zu lang, denke ich
Ach, ja, die internationale Zusammenarbeit: Die ist politisch durch solche Dinge wie Rechtshilfeabkommen und Schengen geregelt und auf der Ebene schon sehr bürokratisch. Aber bei den Behörden in Grenznähe gibt es häufig Regelungen, mit denen man schneller reagieren kann.
Abschließend herzlichen Dank für euer Interesse und eure Rückmeldungen. Hat mich sehr gefreut und ich fand es sehr spannend und aufschlußreich.
Herzliche Grüße
Norbert

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adele40 AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 07.02.2012, 10:57 Uhr
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Im Großen und Ganzen fand ich das Buch auch o.k.
Ich persönlich hätte mir mehr von der Geschichte um die zwei Brüder gewünscht, und ein bisserl weniger von der "Persönlichkeitsstudie" zu der Person Thomas Adam und der Polizeiarbeit, aber die Kapitel waren ja weitesgehend kurz gehalten, so daß, zumindest bei mir, keine Langeweile aufkam.
Obwohl ich den etwas eigensinnigen Steiger durchaus interessant fand, zwar etwas frustriert oder eher abgestumpft durch seine langjährige Tätigkeit bei der Polizei, aber immer etwas gegen den Strom schwimmende Personen finde ich nun mal interessant, auch im richtigen Leben *zwinkert*
Auch die unkonventionelle Beziehung zu Eva passte zu Steiger.....

Am Ende ist mir der eine Täter, Robert Trampe, zu schnell und freiwillig aus dem Leben geschieden. Da hatte ich mir etwas mehr Gegenwehr und Spannung erwartet!

Aber Norbert wollte es genau so *zwinkert*, und das ist auch gut so!

Vielen Dank , Norbert
für das Buch und deine Teilnahme an unserer Leserunde.... *Daumen hoch*

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Fürchte dich nicht vor der Veränderung, eher vor dem Stillstand - Laotse

SteamboatWillie AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 07.02.2012, 20:17 Uhr
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Hallo erstmal...
Ich hab das Buch heute durchgelesen und bin auf der Suche nach Rezensionen auf diesen Thread gestoßen.
Ich finde die Idee des parallelen Lesens großartig und ärgere mich tierisch, dass ich gut eine Woche zu spät bin.
Auch finde ich es ganz groß, dass der Autor hier ebenfalls aktiv ist und es ein echtes geben und nehmen ist.

Ich würde gerne auch ein paar Worte zum Buch sagen. Mir hat es sehr gut gefallen. Ich denke ich hab da aber im Vergleich zum Rest hier auch zu wenig Erfahrung um das wirklich beurteilen zu können.

Mir gefiel die Entwicklung der Figuren sehr gut und das die Motivation aller Figuren sehr deutlich erklärt wurde ohne durch den allwissenden Autor alles bis ins kleinste Detail erklärt zu bekommen.
Ich fand es gab sogut wie nie eine Szene in der ich mir vor Dummheit der handelnden Personen den Kopf halten musste. Alles wirkte wirklich verständlich und man konnte immer nachvollziehen warum Person x oder y dieses oder jenes machte.
Die Idee der Brüder finde ich grandios und der Moment wo es klick macht beim ersten mal, da tat sich für mich ein echter abgrund auf. Das war wirklich toll zu lesen.

Das ist mein erster Norbert Horst Roman, ich werde die vorhgerigen die ja auch ganz gute Kritiken haben nun auch lesen, hoffe nun aber durch Steiger nicht zu voreingenommen zu sein und den anderen Figuren und der Erzählweise eine Chance zu geben.

Es gibt noch viele Stellen im Buch zu denen ich gerne was sagen würde oder zu denen ich eine Meinung oder Frage habe. Möchte mich nun hier mit meinem ersten Post nicht aufdrängen.

Auf jeden Fall werde ich die Leserunde im Auge behalten und freue mich jetzt schon auf die nächste Runde und werde gerne dabei sein!

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Sunniva1 AW: Leserunde 12/1: Norbert Horst - Splitter im Auge 11.02.2012, 16:36 Uhr
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592
Eine Frage ist mir jetzt erst in den Sinn gekommen, als ich das Buch ins Regal stellen wollte. Was hat das Bild ( großer Lüfter) auf dem Buch mit dem Titel zu tun? Weiß das jemand?

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